Nimm dein Zeugnis in die Hand!

 

Na? Wie war dein letztes Zeugnis so? Wenn es sehr zu wünschen übriglässt und dir deine Eltern bereits im Nacken hängen, helfen dir als ErsteHilfe-Maßnahme vielleicht folgende Ausreden weiter..

 

„Schule ist nicht alles im Leben!“ Deine beste Freundin sagt von dir, dass du die beste Zuhörerin der Welt bist und man mit dir durch Dick und Dünn gehen kann?

Du bist der Held vom Fußballfeld und dein Trainer würde sofort bestätigen, dass du als Mannschaftskapitänin unersetzlich bist? Bestimmt bringst du noch andere wundervolle Qualitäten mit, die man fürs Leben auch braucht.

Warum steht davon eigentlich nichts im Zeugnis??

„Schule ist total ungerecht“ und dein Lehrer kann dich vermutlich einfach nicht ausstehen. Immerhin hast du dich letztes Halbjahr mindestens 3x häufiger gemeldet und trotzdem mündlich wieder eine Vier bekommen. Seitdem du neben Hans-Murat sitzt kannst du dich außerdem nicht mehr so gut konzentrieren und Lisbeth in der Reihe vor dir riecht immer so streng. Wer soll denn unter diesen Umständen in der Schule vernünftig abliefern?!

 

„Man kann auch ohne gute Noten erfolgreich sein!“ Was haben Thomas Gottschalk, Otto Waalkes und Mehmet Scholl gemeinsam? Schwierigkeiten in der Schule! Bestimmt fallen dir weitere Beispiele solcher „Helden“ ein. Wenn die nicht ziehen, zähle mal deinen Eltern folgende Namen auf: Ulrich Wickert, Roger Willemsen, Thomas Mann… Obwohl sie als Schüler keine guten Zeugnisse mit nach Hause brachten, haben die Herren es weit gebracht. Es besteht also noch Hoffnung!

 

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Spaß beiseite. Du hast vermutlich bis hierhin weitergelesen, weil du dein Zeugnis verbessern  möchtest. Dennoch ist an allen drei „Ausreden“ etwas Wahres dran:

 

Du bist mehr als deine Noten: In dir steckt viel mehr als das, was in der Schule sichtbar werden kann. Wenn dein Selbstbewusstsein wegen deines aktuellen Zeugnisses im Keller ist, frag die Leute, denen du am meisten vertraust, was sie an dir schätzen. Du wirst dich wundern, was es alles an dir zu entdecken gibt und sich niemals in Schulnoten wird ausdrücken lassen. Feiere deine Stärken. Daraus gewinnst du die Kraft für den Umgang mit Schwächen.

 

Alles hat seine Hintergründe: Nicht immer sind die Umstände ideal zum Lernen. Doch in jedem Schuljahr tauchen neue Lehrer, Klassenzimmer, Fächer, Stunden-pläne … in deinem Schülerleben auf und du kannst den Neuanfang für positive Veränderungen nutzen – von Anfang an! Wichtig ist, dass du aufhörst, Mitmenschen oder Umständen die „Schuld“ an deinem Zeugnis zu geben. Stattdessen: Steh dazu, dass du im letzten Schuljahr nicht alles gegeben hast. NOCH nicht. Und dann sag dir: „Neues Schuljahr – neues Glück!“

 

Tatsächlich sitzen in der Schule oft verkannte Genies. Doch darauf solltest du dich nicht verlassen… Alle erfolgreichen Menschen haben sich irgendwann auf eine Sache spezialisiert und wurden dann immer besser darin. Je früher du „dein Ding“ findest, umso besser. Bis dahin heißt es: Augen und Ohren aufhalten, ausprobieren, sich selbst immer besser kennenlernen. Woher sollst du wissen, ob ein großartiger Moderator in dir steckt, wenn du beim ersten Lacher der Klasse schon aufgibst und dich nie mehr mündlich am Unterricht beteiligen willst? Wie sollst du später Ideen ertüfteln, die die Welt verändern können, wenn du dir keine Mühe gibst, dein Hirn mit Matheformeln in Schwung zu bringen? Wie viel schöner ist die Welt, wenn du weißt, wie sie funktioniert und du dich bewusst entscheiden kannst, was du machen möchtest – einfach, weil du dich auskennst? Ein bisschen Anstrengung lohnt sich also und kann sogar Spaß machen, wenn du täglich spürst, was in dir steckt.

 

Tipps und Tricks

 

·       Schau nicht nur die schlechten Noten an, sondern nimm auch die guten in den Blick: Was machst du in den Fächer anders, in denen du eigentlich ganz gut bist? Welche Strategien und Routinen nutzt du? Was davon kannst du für die weniger guten Fächer nutzen?

 

 

·       Bau dir dein zukünftiges Zeugnis: Mit was für einem Zeugnis möchtest du das kommende Schuljahr beenden? Kopiere dein Zeugnis und trage dir deine „Wunschnoten“ ein. Setz dir realistische Ziele und hänge dir dein Zukunfts-zeugnis übers Bett, damit dein Hirn sich an die Vorstellung gewöhnen kann. Frage dich dann jeden Morgen: „Welchen einen kleinen Schritt kann ich heute tun, um mein Ziel zu erreichen?“                         Und dann: Go for it!

 

 

·       Geh deinen Lehrern mit Nachfragen auf den Keks: Damit beweist du nicht etwa, dass du ein Nullchecker bist, sondern dass du mitdenkst und Verantwortung übernehmen willst. Dein Lehrer erhält Feedback, dass er etwas noch genauer erklären muss und Mitschüler, die sich nicht trauen, nachzufragen, sind dir auf die Dauer dankbar, dass du dich darum kümmerst!

 

 

·       Wer am Vormittag Gas gibt, hat am Nachmittag mehr Freizeit: Wenn du nun schon einmal da bist, dann nutz doch die Unterrichtszeit lieber effektiv, statt nachmittags in der Nachhilfeschule alles nachholen zu müssen. Frag deine Lehrer, was genau du tun musst, um eine bessere Note zu bekommen und nimm ihre Hinweise ernst – egal, wie sehr dich ihre Antwort nervt. Wenn du dann noch immer nicht weiterkommst.. siehe oben!

 

 

Du bist kein Opfer: Sei ehrlich zu dir selbst und übernimm Verantwortung fürs Lernen. Dann hältst du im nächsten Schuljahr ein besseres Zeugnis in der Hand und kannst nachmittags ungestört chillen!

 

von Lydia Clahes, abgedruckt in Ausgabe Nr.51 des Magazins BENEFIT.

Diesen Text kannst du hören in der gleichnamigen Podcastfolge!


HAUSAUFGABEN leicht gemacht

Besteht deine Hausaufgaben-Routine bisher aus lustlosem Hin-und-Herschieben von Heften und das Ganze auch noch mit Mutti im Nacken?

Dann ist es vielleicht Zeit für neue Gewohnheiten!

Je mehr gute Gewohnheiten du für deine Hausaufgaben entwickelst, desto leichter fallen sie dir.

Dein Gehirn liebt es, auf Vertrautes zurückzugreifen, da es dadurch Energie spart.

Mit folgenden Tipps und Tricks wirst du schneller mit den Hausaufgaben fertig und hast mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge am Nachmittag …

 

Aktion: Ordentlicher Schreibtisch

 

Mach deine HA immer am selben Ort und sorge dafür, dass du es dort schön hast und du absolut ungestört bist.

 

A wie Alles muss raus: Räume deinen Schreibtisch komplett leer und putze ihn gründlich. Sortiere alle Gegenstände aus, die nichts mit deiner Schreibtischarbeit zu tun haben oder nicht mehr funktionieren.

 

B wie Bestandsaufnahme: Wenn deine Schreibtischunterlage hier bereits seit Einschulung liegt, ist es kein Wunder, wenn du als Siebtklässler lustlos über deinem Schreibtisch hängst … Besorg dir eine coolere oder lass sie ganz weg. In deine Stiftebox kommen ausschließlich einige wenige Stifte, die noch schreiben und auch wirklich gebraucht werden. Alle anderen überflüssigen (Nein, du brauchst keine 12 Kugelschreiber!) fliegen raus oder landen in einer Schublade. Dasselbe gilt für Notizbücher, Ordner und andere Arbeitsmaterialien: Nur was wirklich benutzt wird, verdient einen festen Platz auf deinem Schreibtisch.

 

C wie Clever ablegen: Alles, was du regelmäßig benutzt, sollte in Reichweite sein. Also lagere wichtige Schreibtischutensilien in der obersten Schublade, Unwichtiges kommt nach unten. Auch ein Vorrat an Heften, Radiergummis und Tintenpatronen in deiner Schreibtischschublade gibt dir das gute Gefühl: Du hast alles im Griff!

 

Leg den richtigen Zeitpunkt fest: Jeder Mensch lernt anders. Egal, ob du es nach der Schule möglichst schnell hinter dich bringen willst, oder erst eine Verschnaufpause brauchst: Hauptsache, du legst überhaupt einen Zeitrahmen für dich fest. Sonst eierst du womöglich den ganzen Nachmittag lust- und ziellos herum und hast dann kaum noch Zeit für etwas Nettes … Auf keinen Fall solltest du bis abends warten, denn gegen Abend sinken Konzentration und auch Motivation ab und alles fällt dir doppelt so schwer. Vor dem Schlafengehen noch einmal schnell die Vokabeln zu wiederholen, ist dagegen eine sinnvolle Methode.

 

Entwickle eine sinnvolle Strategie: Fängst du lieber mit der schwierigsten Aufgabe an, um es schnell hinter dich zu bringen, oder wärmst du dich lieber erst einmal mit der leichtesten auf? Achte mal darauf, mit welcher Strategie du am besten ins Tun kommst und mach sie zur festen Gewohnheit. Hake im Hausaufgabenheft ab, wenn du etwas erledigt hast – das motiviert ungemein. Wenn es dir schwerfällt, überhaupt anzufangen, reicht schon eine kleine Aufgabe wie das Einholen einer Unterschrift von deinen Eltern, um motivierter weiterzumachen, weil du immerhin schon eine Sache abgehakt hast.

 

Mach mal Pause: Wenn dir nach 15 Minuten grundsätzlich die Puste ausgeht und du dich nicht mehr konzentrieren kannst, ist das überhaupt nicht schlimm. Selbst Erwachsenen wird geraten, am Schreibtisch alle 25 Minuten eine 5-Minuten-Pause einzulegen und kurz etwas GANZ anderes zu machen. (Handy checken gilt übrigens nicht: Das stresst zusätzlich!) Bau also kleine Pausen in deine Hausaufgabenzeit ein, in denen du kurz aufstehst, frische Luft schnappst, ein Glas Wasser trinkst oder mit dem Hund spielst. Wichtig ist, dass du nicht länger als 5 Minuten vom Schreibtisch verschwindest. Sonst erlischt der Pauseneffekt wieder und du benötigst zu lange, um wieder ins konzentrierte Lernen einzusteigen.

 

DON´Ts

 

Ablenkungen:. Egal, wie unordentlich dein Zimmer sonst ist: Dein Arbeitsplatz sollte frei sein von Ablenkungen. Hand aufs Herz: Was ist es, was dich am ehesten ablenkt? Nur, wenn du das wegpackst, kannst du bei Hausaufgaben wirklich Zeit sparen. Idealerweise ist dein Schreibtisch optisch so von deinem Freizeitbereich abgetrennt, dass Ablenkung keine Chance hat.

 

Handy: So schwer es dir auch fällt: Du wirst definitiv schneller und besser mit den Hausaufgaben fertig, wenn du dein Handy bis zum Schluss im Nachbarzimmer parkst. Probiere es unbedingt einmal aus, dein Handy für diesen festgelegten Zeitrahmen komplett zu ignorieren. Anschließend macht das Checken dann doppelt so viel Spaß!

 

Mami: Auch wenn es bei Mutti in der Küche noch so schön muggelig ist: Sinn von Hausaufgaben ist es, dass du lernst, selbstständig an etwas zu tüfteln und zu üben. Schließlich sitzt Mami bei der nächsten Klassenarbeit auch nicht neben dir. Übe, deinen Denkapparat einzuschalten, bevor du um Hilfe schreist. Nur so nutzt du Hausaufgabenzeit perfekt zum „Lernen lernen“ und kannst auf die Dauer umso schneller raus zum Spielen.

 

Vielleicht bist du jetzt noch immer ein Hausaufgaben-Hasser … Doch tröste dich: Tägliches Tüfteln und Durchziehen einer (wenn auch unerwünschten) Aufgabe trainiert dein Hirn und verschafft dir Erfolgserlebnisse, die dir zeigen:

 

„Wenn ich einen guten Plan habe und den auch einhalte, kann ich ganz schön viel alleine schaffen!“

 

Von Lydia Clahes, abgedruckt in Ausgabe 49 im Magazin BENEFIT.

Diesen Text kannst du hören in der gleichnamigen Podcastfolge! Dazu passt außerdem die Podcastfolge: "Hausaufgaben? - Vergessen!"

 


Unterrichtsstörungen -

zwei Fragen, die du dir stellen solltest

(..bevor du auf Belohnungen und Bestrafungen zurückgreifst)

 

 

Eine Antwort auf die Frage „Wie mach ich das weg?“ reicht auf die Dauer nicht, wenn dein Unterricht regelmäßig von Störungen belastet ist. 

 

Wie bei jeder anderen „Störung“, sollte man sich zwei weitere Fragen stellen: 

 

1. Wen stört´s?

 

2. Woher kommt´s?

 

Anmerkung vorweg: Hast du ständig mit Schnupfen zu kämpfen, steckst du dir auch keinen Stöpsel in die Nase. Du bemühst dich, dein Immunsystem zu stärken und trägst im Winter deinen Schal. Das heißt nicht, dass du nie wieder mit Erkältungen zu tun bekommen wirst, doch es lässt sich eindämmen, wenn du ein bisschen vorbeugst.

 

Los geht´s!

 

Wen stört´s?

 

Bevor du deinen Schülern den Regel- und Maßnahmenkatalog deiner Schule überstülpst, frag sie ruhig zuerst, welche Regeln SIE für ihr Zusammenleben brauchen. Die meisten wünschen sich nämlich NICHT etwa Chaos&Verwüstung im Klassenzimmer, sondern ein fröhliches Unterrichtsklima. Und viele von ihnen bringen ganz brillante Vorstellungen und Ideen dafür mit, die gehört werden müssen.

 

Wenn Schüler selbst den Finger in die Wunde legen und ihre Klassenregeln selbst aufstellen (vertrau mir: die können das!), erschließt sich ihnen auch der Sinn und ihre Bereitschaft wächst, sich selbst daran zu halten. Oder aber, sie sind dafür sensibilisiert, einander dazu zu bewegen.

 

Das heißt für dich vermutlich auch, Kompromisse einzugehen. Eine Regel zu lockern, weil sie für DIESE Klasse eigentlich keinen Unterschied macht, damit der Regelkatalog übersichtlich und freundlich bleibt. 

Solche Kompromisse sind wichtig, denn Schüler brauchen Erwachsene, die sie ernstnehmen und ihnen zutrauen, Verantwortung zu übernehmen.

 

 

Hab keine Angst, dass du „zu nett“ sein oder sonst wie zu kurz kommen könntest, wenn du dich auf Schülervorschläge einlässt!

 

 

Denn:

 

Auch deine eigenen Grenzen musst du natürlich glasklar kommunizieren - auf Augenhöhe! Auch DU hast ein Recht auf ein für dich angenehmes Klassenklima. Du wirst sonst schlecht gelaunt, mürbe oder krank.

 

Mach dir möglichst vorher schon klar (oder visualisiere ..), was genau du darunter verstehst und gleich deine Interessen demokratisch mit denen der Schüler ab. Sie müssen lernen, dass jeder Mensch andere Grenzen hat und es wichtig ist, sich auf diese einzustellen.

 

Sei Vorbild:Benimm dich selbst anständig und leb Schülern vor, wie man diplomatisch für seine Interessen einsteht und dann lass sie das an dir auch üben dürfen. Sei nicht eingeschnappt, wenn sie das tatsächlich dann auch tun! ;-)

Das alles ist Beziehungsarbeit und je besser die Beziehung zwischen euch ist, mit desto weniger Störungen und Anfeindungen musst du rechnen.

 

Du musst dich dabei nicht etwa verstellen, deinen Ärger unterdrücken, um eure Beziehung nicht zu belasten. Du bist ein Mensch - sei authentisch! Doch schalte anschließend wieder um auf Empathie und Diplomatie. An deinem Ärger festzuhalten tut nämlich auch dir nicht gut!

 

Glaub mir: Konsequent auf die Einhaltung von Regeln zu bestehen - das geht o h n e Nörgeln, Motzen und Bestrafen!

 

(.. und das sage ich nicht etwa, weil du als LOCKER LEHRER nicht gern nörgelst, meckerst und bestrafst, sondern weil es auf die Dauer einfach nichts bringt. Vertrau mir.) 

 

Weiter geht´s!

 

Woher kommt‘s?

 

Diese Frage ist ebenso wichtig, denn hierin liegt vieles verborgen, was zur Lösung des Problems wichtig ist. 

 

Ich liste dir mal ein paar VIELLEICHTS auf, dann kannst du deine Situation dahingehend überprüfen:

 

Vielleicht machst du tatsächlich irgendetwas "falsch": Es kann mit unglücklicher Unterrichtsplanung zu tun haben, Leerlauf, zu langen Lehrervorträgen, Unpünktlichkeit, Inkonsequenz, Unachtsamkeit .. Vielleicht hilft es, sich einen Beobachter in die Klasse zu holen, von dem du ein Feedback über deinen Unterrichtsstil gut vertragen kannst.
Hör es dir das an, lass es sacken und dann ändere das mal - und sei es probehalber ..

 

Vielleicht bist aber auch gar nicht DU der Schuldige und deine „unangepassten“ Schüler schon gar nicht.

 

Vielleicht ist der Kollege in der Stunde vor deiner eigenen SO LASCH mit den Schülern, dass sie dann in deiner Stunde weiterhin außer Rand und Band sind ..

 

Vielleicht ist der Kollege in der Stunde vor deiner eigenen SO STRENG mit den Schülern, dass sie dann in deiner Stunde endlich mal Dampf ablassen müssen ...

 

Vielleicht sind sie in deiner Stunde oft müde, unterzuckert, überzuckert, nach einer Klassenarbeit geschlaucht, vor einer Klassenarbeit aufgeregt ...

 

Vielleicht sind manche ÜBERfordert, somit frustriert und können nicht anders, als die Aufmerksamkeit auf negative Art und Weise auf sich zu ziehen.

 

Vielleicht sind manche UNTERfordert, somit gelangweilt und können gar nicht anders, als ihrer Kreativität auf ganz „eigene“ Art fließen zu lassen …  

 

 

Nur wenn du weißt, aus welchen Gründen deine Schüler so sind, wie sie sind, kannst du gezielt auf die Situation einwirken.

 

 

Belohnungen und Bestrafungen sind keine Allround-Lösung!

 

Hol dir Tipps zum Umgang mit Unterrichtsstörungen, aber pass diese unbedingt an deine Klasse und auch an deine Lehrerpersönlichkeit an. Stülpe deinen Schülern nicht einfach einen Regel- und Maßnahmenkatalog über und wache akribisch über die Einhaltung. Damit machst du sie zum Objekt.

 

FRAG deine Schüler!

 

NIMM SIE ERNST!

 

HOL DIR FEEDBACK!

 

(…selbst wenn dir das Ergebnis vielleicht nicht schmecken wird.)

 

SCHENK ihnen etwas Bewegung oder eine außerplanmäßige Frühstückspause. Gib deinem Unterricht Sinnhaftigkeit und Lebensnähe.

 

 

(Gegen Frust schenk ihnen dein Ohr, gegen Langeweile die spannendsten Geschichten aus deinem Leben … Das alles ist Beziehungspflege! Es darf übrigens Spaß machen und auch mal eine ganze Stunde in Anspruch nehmen.)

 

 

Wenn dann noch immer kein entspanntes Unterrichten möglich ist, dann entferne Schüler, informiere Eltern, belohne, bestrafe, mach und tu …

Das Wichtigste aber ist:

 

STELL FRAGEN - BLEIB IM GESPRÄCH!

 

Ich wünsche dir von Herzen ein fröhliches Unterrichtsklima und eine Durch-Dick-und-Dünn-Beziehung zu deinen Schülern!

 

Deine Lydia

 

 

Vielleicht möchtest du folgende Podcastfolgen dazu noch einmal hören:

 

01 BEZIEHUNGSPFLEGE! –  Zaubertricks für einen KLASSE START (1)

05-08 - Tipps für ein positives Unterrichtsklima

14 Konzentration einüben mit DAB

24a) *Regelverstöße* SONDERFOLGE über DEINE FRAGEN*

 

 

P.S. Ach übrigens ... Ich habe durch diesen Podcast mittlerweile so viele wundervolle Kolleg*innen kennengelernt, dass ich gerne DIE hier zu Wort kommen lassen würde!

 

Veröffentliche hier also gern einen eigenen Blogartikel über besondere Erlebnisse  aus der Schule, dein Leben als Lehramtsstudentin oder Referendar, deine Rituale, Tipps und Tricks, Gedichte und Gedanken - ALLES, was du gern mit anderen teilen möchtest und was DICH LOCKER LEHRER sein oder werden lässt.

 

Du gehst dabei übrigens NULL Risiko ein: Solltest du irgendwann den Artikel wieder gelöscht haben wollen, erledige ich das umgehend!

 

Schreib mir einfach über mein Kontaktformular, welches Thema du dir vorstellen kannst.

 

Ich freu mich von dir zu hören und zu lesen!

 

Bis dahin – LOCKER, LEHRER!

 


Spiele!

 

In Podcastfolge 041 erkläre ich dir, warum es so wichtig ist, auch in Sek I und Sek II das Spielen in der Schule nicht zu verlernen.

Hier ein paar Beispiele  für Kennenlernspiele und Vorschläge,

wie du sie auch zu einem späteren Zeitpunkt noch für deinen Unterricht nutzen kannst.

 

Ein Gegenstand erzählt von mir

Für dieses Spiel bringt jedes Kind einen beliebigen Gegenstand mit, der etwas von ihm erzählen könnte, weil er bereits viel mit ihm erlebt hat. Das ist dann bei dem einen der ausgelatschte Fußballschuh sein, bei dem anderen ein Kuscheltier oder die Federmappe des letzten Schuljahrs.

Legt alle Gegenstände in die Mitte des Sitzkreises und wählt nach und nach eines aus. Überlegt, wem es gehören könnte und der Besitzer erzählt kurz, warum er diesen Gegenstand mitgebracht hat. Lass gerne diese Dinge ein paar Tage auf dem Klassenschrank ausgestellt, dann fühlen sich deine Schüler umso heimischer. Du kannst auch im Deutschunterricht irgendwann schöne Aufsatzthemen daraus machen: „Was würde wohl Michis Teddy dem Dino von Thorsten nachts erzählen, nachdem er diese Klasse ein paar Tage lang vom Klassenschrank aus beobachtet hat?“

 

 

Alle in einer Reihe

Ein Spiel für jede Alterstufe, bei dem man ein bisschen in Bewegung kommt, sich konzentrieren und absprechen muss und sich dabei nebenbei besser kennenlernt. Das Schöne ist: Es braucht nicht einmal Material dafür!

Du rufst dazu einfach ein Kriterium in die Gruppe und die Schüler müssen sich in einer bestimmten Reihenfolge sortiert aufstellen.

 

Rufst du z.B.: „Anfangsbuchstaben der Vornamen!“, so muss die Reihe alphabetisch geordnet mit Anna beginnen und mit Vincent enden. Aufgabe der Schüler ist es also, gemeinsam  die richtige Reihenfolge herzustellen, dabei üben sie gleichzeitig die Namen ein.

 

Ebenfalls auf diese Weise sortieren lassen kannst du Nachnamen, Geburtstage, Schuhgrößen … - Achtung! Hier gerne auch mal auf Feinheiten achten, 38 ist nicht immer gleich 38!

 

Lässt du die Schüler selbst Kategorien vorschlagen, macht ihnen dieses Spiel noch mehr Spaß. Wenn du dem Ganzen noch einen Wettbewerbscharakter verpassen möchtest, stopp die Zeit und behaupte anschließend: „SO schnell hat  das noch keine Gruppe vor euch hingekriegt! WAS für eine Klasse!!“

 

Zu einem späteren Zeitpunkt kannst du dieses Spiel erneut aufgreifen, indem du immer wieder die Zeit stoppst oder dir Kriterien einfallen lässt, die mit dem anstehenden Unterrichtsthema zu tun haben: Stell im Erdkundeunterricht kleine Gruppen zusammen und lass sie sich entsprechend der Entfernung ihres letzten Urlaubsortes aufstellen. Wer schafft es am schnellsten?

 

 

Briefe an den Klassenschrank

Eine wunderschöne Unterrichtseinheit für den Deutschunterricht, mit der ich ZU gerne in Jg 5 den Anfang gestaltete: Du schickst irgendwann ganz beiläufig einen Schüler an den Klassenschrank, damit er einen Bogen Papier o.Ä. holt und der Schüler findet - Überrraschung! - stattdessen einen großen an die Klasse adressierten Umschlag vor. Hierin steckt ein Brief vom Klassenschrank – in Hamburch hieß der Klaas – der offensichtlich die Klasse in den letzten Tagen beim Ankommen interessiert beobachtet hat und eine Brieffreundschaft mit den Schülern eingehen möchte.

 

Außerdem hat Klaas Klassenschrank Liebeskummer: E ist seit Jahren in Wandtafel Wanda verliebt, die aber viel zu weit weg ist ..  Beim nächsten Mal ist ihm vielleicht schlecht, weil Manfred Mülleimer immer so ´nen Mundgeruch hat …

 

Was auch immer du der Klasse mitteilen möchtest: Es macht viel Spaß, wenn die Schüler morgens als erstes nachschauen, ob denn wieder Post vom Klassenschrank für sie angekommen ist. Du kannst sie dann mit einem eigenen Brief antworten lassen, in dem sie von ihren eigenen Erlebnissen oder Wehwechen an der neuen Schule berichten. Natürlich musst du nicht allen Schülern immer zurückschreiben. Aber ab und zu einen Antwortbrief an alle, in dem auf verschiedene Schülerimpulse eingegangen wird – das kann, wenn du selbst gerne schreibst, unfassbar viel Spaß machen!

 

 

Namenreihen

Ihr sitzt im Kreis und jeder nennt nacheinander seinen Namen und den aller Personen links von ihm. Frau Cohn fängt z.B. an und sagt: „Frau Cohn “. Der Schüler rechts von ihr sagt: „Frau Cohn, Alfred.“ Die Schülerin neben Alfred sagt: „Frau Cohn, Alfred, Sabine“ .. usw. Je weiter weg man vom Lehrer entfernt sitzt, desto schwerer hat man es natürlich. Andererseits fallen die Namen dann zuvor so oft, dass man sie sich am Ende eigentlich merken können sollte ..

 

Zu einem späteren Zeitpunkt kannst du dieses Spiel mit witzigen Alliterationen versehen, die jeder mit seinem Vornamen verknüpfen soll: „Die charmante Frau Cohn, der allwissende Alfred, die sonnige Sabine“ usw. Dann ist es ein Konzentrationsspiel oder eine Einführung in die „Wunderwelt der Wortarten“ (Adjektive). Vorsicht übrigens mit der Wahl der Alliterationen: Oftmals bleiben die im Alltag noch Jahre später am Namen der Schüler haften …

 

 

Namensluftballons

Was für die Kleinen: Jeder schreibt seinen Namen auf einen Luftballon. Während Musik läuft, werden alle Luftballons hin und hergeworfen. Stoppt die Musik, bringt jeder den Ballon, den er gefangen hat, zu seinem rechtmäßigen Besitzer zurück. Musik wieder anstellen – weiter geht´s. Gespielt wird einfach so lange, bis es langweilig wird oder die ersten Ballons platzen.

 

 

„Ich liebe Leute, die …“

Ein Klassiker, mit dem die Vorlieben der Klasse deutlich werden und man etwas Bewegung in den Sitzkreis bringen kann. Dabei wird ein Stuhl aus dem Kreis entfernt, der Besitzer stellt sich in die Mitte des Kreises und ruft z.B.: „Ich liiiebe Leute, die …. gerne Eis essen!“ Alle, die das betrifft, springen nun auf und müssen sich schnell einen anderen Sitzplatz suchen. Der in der Mitte stehende Schüler sucht sich schnell einen neuen Platz, wer übrig bleibt, nennt das nächste Kriterium. „Ich liebe Leute, die … mehr als zwei Geschwister haben!“ Du kannst so lange spielen lassen, bis die Schüler genügend Bewegung und Auflockerung erfahren haben.

 

Zu einem späteren Zeitpunkt eignet sich das Spiel gut, wenn du einen Sitzkreis baust und verhindern möchtest, dass immer dieselben Pappenheimer zusammensitzen. Nach ein paar Runden hat sich die Klasse schön vermischt, so dass eure Besprechung eine andere Dynamik hat, als wenn jeder neben seinem Best Buddy sitzt.

 

 

Who is who?

Erstelle einen Fragenkatalog und drücke ihn jedem Kind als Kopie in die Hand, damit es diesen innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens - vielleicht auch mit lustiger Musik im Hintergrund – ausfüllt. Man trägt dabei zunächst seine eigenen Vorlieben ein und stellt dann Fragen an Mitschüler, um möglichst viele Gleichgesinnte zu finden.

 

Aber Vorsicht: Fremde Mitschüler anzusprechen kostet manche Kinder ganz schön viel Überwindung. Beobachte genau, ob du dabei helfen kannst bzw. drück beide Augen zu, wenn jemand nur wenig oder immer dieselben Namen einträgt. Es ist nur ein Spiel: Es geht nicht um Vielfalt und Vollständigkeit. Also mach keinen Druck. Viel wichtiger ist es, einen Anfang des Aufeinanderzugehens zu gestalten, sich seiner selbst bewusst zu werden und dabei etwas voneinander zu erfahren.

 

Die Aufgaben können folgendermaßen aussehen:

 

Meine Hobby: …. Dasselbe Hobby hat: ...

 

Eine Sportart, die ich doof finde ….

 

Meine Straße: .... Dort wohnt auch: ...

 

Vielleicht möchtest du die Fragen ja auch mit deinem Fach verknüpfen und die Zettel anschließend einsammeln, dann kannst du z.B. Dinge, die offensichtlich viele Schüler interessieren, in deiner ersten Unterrichtseinheit schon so einsetzen, dass sie schnell Begeisterungsstürme und Erfolgserlebnisse zu verzeichnen haben.

 

(Dieses Spiel habe ich übrigens sogar schon auf einer Lehrerfortbildung erlebt – dann natürlich mit entsprechenden Fragen. Es war ein wunderbares Warmup und Aufhänger für anschließende Pausengespräche!)

 

Lies der Klasse gern einige Wochen später mal anonym einzelne Steckbriefe vor und lass die Schüler erraten, wer dahinter steckt. (Du kannst dies z.B. am Ende einer Stunde tun, wenn die Klasse eine Belohnung verdient hat und noch etwas Puffer ist.) Dafür liest du immer ein Kriterium vor, lässt raten, nächstes Kriterium … usw. Frag die zu erratende Person am Schluss, ob all diese Dinge noch immer auf sie zutreffen oder ob sich inzwischen etwas geändert hat.

 

Das hier eingeübte Interview-Prinzip kannst du übrigens auch später noch gut nutzen - eigentlich immer dann, wenn Schüler mehrere verschiedene Aufgaben schriftlich zu lösen haben. Dies tun sie zunächst in Stillarbeit (siehe Podcastfolge 14: Konzentration einüben mit DAB“) und vergleichen später ihre Lösungen in Tuschelatmosphäre mit anderen. Dabei muss gewährleistet sein, dass jede Aufgabe mit einem anderen Schüler verglichen wurde, so dass also durch die Klasse spaziert werden muss. (Pass auf, dass man dabei nicht die Klassenbesten belagert …) Am Schluss werden die Aufgaben im Plenum besprochen, wobei du gern jemanden auslosen darfst, da ja nach dieser regen Austauschphase JEDER genug im Heft stehen haben sollte. (Wehe, wenn nicht!!)

 

 

Meine Geschichte – deine Geschichte

Dies ist ein anspruchsvolles Spiel, dass sich m.E. auch gut für Sek I und II eignet. Es braucht etwas Zeit und eignet sich gut dafür, Gruppen, die künftig eng zusammenarbeiten sollen, zu einer vertrauensvollen Basis zu verhelfen.

 

Jede Gruppe bekommt eine Din A4-Kopie, eingezeichnet sind: Start und Ziel. Die Gestaltung der Felder dazwischen übernehmen nun die Schüler selbst. Die Aufgabenstellung lautet folgendermaßen:

 

Vor dem Spiel

Einige Jahre bist du nun schon unterwegs in deinem Leben und hast dabei die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Gibt es eine Geschichte oder Situaton, an die du dich besodners gern erinnerst? Denke dir zu dieser Geschichte ein Symbol aus. Jeder Mitspieler zeichnet sein Symbol an zwei Stellen auf dem Spielplan auf. Ihr dürft euch auch zwei Geschichten pro Person überlegen und insgesamt vier Symbole aufzeichnen. Die verschiedenen Symbole werden z.B. durch Klebepunkte miteinander verbunden, sodass ein Weg entsteht.

 

Los geht´s!

Der jüngste Mitspieler fängt an: Er würfelt und rückt mit seiner Spielfigur die entsprechende Anzahl von Feldern vor. Kommt seine Spielfigur dabei auf ein Symbolfeld, erzählt derjenige, der das Symbol gemalt hat, seine Geschichte. Kommt ein anderer auf dasselbe Feld, muss die Geschichte nicht noch ein zweites Mal erzählt werden. Stattdessen ist derjenige, der bereits auf dem Feld steht, an der Reihe: Er überlegt sich zu diesem Symbol ein eigenes Erlebnis, von dem er erzählen möchte. Das Spiel ist beendet, wenn alle Teilnehmenden ihre Symbole erklärt haben.

 

Natürlich kannst du dieses Spiel auch später noch einmal thematisch einsetzen, indem sich die Erzählungen z.B. auf Erlebnisse der letzten Unterrichtseinheit, Klassenfahrt oder die Sommerferien beziehen.

Idealerweise tauschen irgendwann besonders kreative Schüler ihren Spielplan mit dem einer anderen Gruppe und denken sich zu deren Symbolen eigene Stories aus!

 

 

Die Schulerkundungsraupe

Dieses Spiel liiiiebe ich! Es eignet sich wunderbar für die ersten Schultage, wenn die Kinder sich auch auf dem Schulhof noch nicht gut auskennen und jeder in der großen Pause vielleicht woanders herumwuselt. Außerdem wird dadurch Teamarbeit gefördert, den Kindern die Wichtigkeit dieser signalisiert. DAs kannst du also auch später noch nachholen. 

Dafür lässt du die Kinder draußen mit verbundenen Augen eine Polonaise bilden, allein der Anführer der Gruppe hat keine Augenbinde. Dieser ist nun der Kopf der „Schulerkundungsraupe“ und darf die ganze Klasse langsam zu einem Platz seiner Wahl führen, den er auf dem Schulhof aufgetan hat. Ist die Raupe dort angekommen, kann der Kopf noch kurz erklären, warum er diesen Platz gewählt hat. Dann wird ausgelost, wer die nächste Raupe anführen darf.

 

Gleichzeitig ist dies natürlich ein Vertrauensspiel und es ist gar nicht so einfach, sich ohne selbst sehen zu können in einer so großen Gruppe fortzubewegen. WENN das die ersten Male in Chaos ausartet und die Raupe immer wieder zerreißt, ist das gar nicht schlimm: Mach einfach mehrere daraus! Dann gehen die Kinder vielleicht nur zu viert los, sind dann auch umso schneller als Anführer dran und weniger frustriert. Wenn ihr möchtet, lasst ihr beim nächsten Mal immer längere Raupen bilden und könnt so nach und nach als ganze neue Klasse die Schule miteinander erkunden.

 

In kleineren Gruppen, die bei jeder Runde den Kopf wechseln, können z.B. vierköpfige Tischgruppen spielerisch lernen, zusammenzuarbeiten. Später hängst du dann lauter Vierergruppen zu einer längeren Raupe zusammen und das Ergebnis wird heißen:

„Je besser jede einzelne Vierergruppe arbeitet, desto besser ist das für die ganze Klasse!“

 


Ein Identitätsspiel

Jeder überlegt sich eine Aussage über sich selbst , z.B. „Ich heiße Katrin und spiele Gitarre!“ Dann geht man rum und tauscht mit jemand anderem die Identität: Hat Katrin also Hans getroffen, der Fußball spielt, IST sie bei der nächsten Begegnung mit einem anderen Schüler nun tatsächlich HANS und spielt Fußball. Dann tauscht sie Hans gegen Emil usw. usw.

Am Ende des Spiels kommt ihr alle zusammen und geht gemeinsam alle Namen noch einmal durch: Dann fragst du: „Wer von euch IST denn nun Katrin?“ – Katrin meldet sich und alle anderen wissen gleich: "Ach! DAS ist Katrin! DIE spielt Gitarre!“

 

Auch ohne Namen lernen zu müssen, ist dies ein witziges Konzentrationsspiel, dass du auch zum späteren Zeitpunkt immer wieder spielen und mit Unterrichtsthemen verknüpfen lassen kannst. Wunderbar klappt es natürlich im Englischunterricht, da beim Herumgehen jeder unbeobachtet zum Sprechen kommt! Fröhliche Musik im Hintergrund lockert zusätzlich auf.

 

 

Schulralley

Eine Schulralley ist natürlich DER Klassiker schlechthin: Du drückst Schülern in kleinen Grüppchen, die sich selbst einen möglichst witzigen Namen geben sollen, einen Fragenkatalog über die Schule in die Hand, den sie ausfüllen müssen, indem sie sich aktiv durchfragen oder sich gründlich an der Schule umschauen.

 

Beispiele:

 

Wie heißt der Hausmeister und wo findet man ihn?

Wie viele Schülertoiletten gibt es?

Schätze die Entfernung von Turnhalle zum Schulkiosk usw.

 

Bevor du dir Fragen ausdenkst, frag im Kollegium nach, ob es so eine Schulralley bereits gibt. Du MUSST nicht alles neu erfinden! Oft ist dies auch eine Sache, die sehr gerne von älteren Paten begleitet und ausgewertet wird, während du im Klassenzimmer verschnaufst ...

 

 

Möchtest du dein Lieblingsspiel ergänzen oder hast Lust, dich hier mit einem anderen Blogartikel zu verewigen?

 

Veröffentliche hier gern etwas über besondere Erlebnisse aus der Schule, dein Leben als Lehramtsstudentin oder Referendar, deine Rituale, Tipps und Tricks, Gedichte und Gedanken - ALLES, was du gern mit anderen teilen möchtest und was dich LOCKER LEHRER werden, sein oder bleiben lässt.

 

Du gehst dabei übrigens NULL Risiko ein: Solltest du irgendwann den Artikel wieder gelöscht haben wollen, erledige ich das umgehend!

 

Schreib mir einfach über mein Kontaktformular, welches Thema du dir vorstellen kannst.

 

Ich freu mich von dir zu hören und zu lesen!

 

Bis dahin – LOCKER, LEHRER!